05.02.2015

Basics: Was ist Barrierefreiheit im Internet?

Die ursprüng­li­che Bedeu­tung der Bar­rie­re­frei­heit stammt aus der Gebäu­de­ar­chi­tek­tur und beschreibt die unein­ge­schränk­te Zugäng­lich­keit für alle Per­so­nen­grup­pen. Ein Amts­ge­bäu­de mit Roll­stuhl­ram­pe und Auf­zug ist bei­spiels­wei­se für Geh­be­hin­der­te bar­rie­re­frei.

In der Gestal­tung spricht man von Bar­rie­re­frei­heit, wenn kör­per­li­che, kul­tu­rel­le und tech­ni­sche Ein­schrän­kun­gen den Besu­cher nicht dar­an hin­dern kön­nen, die Web­site opti­mal zu bedie­nen oder Sach­ver­hal­te zu erfas­sen. Unter die­se Ein­schrän­kun­gen fal­len ins­be­son­de­re:

  • Farb­seh­schwä­che
  • schlech­tes Seh­ver­mö­gen
  • Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen
  • ver­al­te­te Brow­ser
  • stren­ge Sicher­heits­ein­stel­lun­gen
  • deak­ti­vier­te Skrip­te
  • mobi­le End­ge­rä­te
  • lang­sa­me Inter­net­ver­bin­dung
  • begrenz­tes Daten­vo­lu­men
  • begrenz­te Sprach­kennt­nis

Bar­rie­r­elas­ti­ge Gestal­tun­gen sind kei­ne Sel­ten­heit und die Exis­tenz einer Bar­rie­re fällt häu­fig erst auf, wenn bereits etli­che Nut­zer dadurch “ver­schreckt” wur­den. Heu­te, wo wir alle stän­dig via Smart­pho­ne und co unse­re Infor­ma­tio­nen beschaf­fen und sogar Senio­ren im Inter­net sur­fen, sind bar­rie­re­freie Web­siten und Anwen­dun­gen unab­ding­bar. Durch das Ein­hal­ten gewis­ser Stan­darts und zur Ver­fü­gung­stel­len ent­spre­chen­der Funk­tio­nen wie etwa eines Alternativ-Layouts für mobi­le Nut­zer (= “respon­si­ve Design”) und aus­sa­ge­kräf­ti­ge, sprach­neu­tra­le Icons kön­nen Sie den Besu­chern einen opti­ma­len Auf­ent­halt bie­ten. Und nicht zuletzt pro­fi­tie­ren auch Sie davon, schließ­lich erin­nert sich jeder von uns gern an das, was am unpro­ble­ma­tischs­ten und ange­nehms­ten war, und noch lie­ber keh­ren wir dort­hin zurück.

Die Lis­te der Bar­rie­ren könn­te noch weit­aus län­ger und über Sei­ten hin­weg fort geführt wer­den, doch zur Ver­an­schau­li­chung genü­gen die­se Bei­spie­le.