Basics: Was ist Browserkompatibilität?

Spricht ein Web­ent­wick­ler von der Brow­ser­kom­pa­ti­bi­li­tät, plop­pen häu­fig vie­le Fra­ge­zei­chen auf. Der Begriff bezeich­net im Grun­de die glei­che und opti­ma­le Dar­stel­lung und Bedien­bar­keit einer Web­site auf den ver­schie­de­nen Brow­sern und ist damit Bestand­teil der Bar­rie­re­frei­heit.
Um die Crux der Kom­pa­ti­bi­li­tät zu erklä­ren, wer­fen wir einen kur­zen Blick hin­ter das Brow­ser­in­ter­face.

Die Rendering Enginge

Damit ein Brow­ser CSS, also das Design einer Web­site inter­pre­tie­ren kann, benö­tigt er die soge­nann­te Ren­de­ring Engi­ne. Sie ist der Teil des Brow­sers, der dem Code eine visu­el­le Dar­stel­lung zuord­net und das Lay­out berech­net. In den frü­hen Jah­res des Webs gab es bereits ver­schie­de­ne Ren­de­ring Engi­nes von diver­sen Ent­wick­lern und auch heu­te sind vie­le ver­schie­de­ne Engi­nes im Ein­satz. Zwar gab es schon immer vom W3C (=“World‐Wide‐Web‐Consortium”) vor­ga­ben, wie gewis­sen Style‐Regel zu inter­pre­tie­ren sind, doch gera­de in den ers­ten Jah­ren des Webs waren die Inter­pre­ta­ti­ons­ab­wei­chun­gen und Eigen­hei­ten der Rendering‐Engines so man­nig­fal­tig, wie es Web­sites gab. Die­se gro­ßen Inter­pre­ta­ti­ons­dif­fe­ren­zen waren Anno 2000 der Grund für Schrift­zü­ge auf Web­sites, die etwa lau­te­ten :“am bes­ten anzu­se­hen mit Mozil­la Fire­fox.”
Es war qua­si unmög­lich, ein durch­gän­gig pas­sen­des Design für alle Brow­ser zu bie­ten.

Die Browserweiche

Inzwi­schen — schlap­pe 15 Jah­re hats gedau­ert — sind die Inter­pre­ta­ti­ons­ab­wei­chun­gen der ver­schie­de­nen Rendering‐Engines in den eta­blier­ten Design‐Standarts fast ver­nach­läs­sig­bar gewor­den (eine hei­ße Aus­nah­me stellt hier der Inter­net Explo­rer von Micro­soft). Da aller­dings gera­de bei den neu­en Stan­darts des CSS3 nach wie vor Dif­fe­ren­zen ent­ste­hen, kom­men Web­ent­wick­ler zur Sicher­stel­lung der Brow­ser­kom­pa­ti­bi­li­tät häu­fig nicht umhin, für spe­zi­el­le Fäl­le so genann­te Brow­ser­wei­chen zu pro­gram­mie­ren. In die­sem Fall wird für den Brow­ser X ein alter­na­ti­ves Style‐Sheet ent­wi­ckelt und nur für den betrof­fe­nen Brow­ser als Ersatz oder Ergän­zung des regu­lä­ren Style‐Sheets bereit gestellt.

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